TECHNICS SU-V505
Arbeiten die wir an diesen Geräten schon gemacht haben:
  • Netzregelung repariert
  • Potentiometer ausgebaut,zerlegt, überholt und versiegelt
  • Schalter ausgebaut, zerlegt, überholt und versiegelt
  • Endstufe repariert

 

Spezifikationen:

  • Gerätetype: Vollverstärker
  • Eingänge (LINE): 1 x AUX(RCA), 1 x TUNER(RCA), 2 x TAPE(RCA)
  • Eingänge (Phono): 1 x RCA
  • Ausgangsleistung: 60W (4 Ohm), 60W (8 Ohm)
  • Lautsprecheranschlüsse: 2 Paare
  • Frequenzbereich: 5Hz - 60KHz
  • THD: 0.02-0.03%
  • Fernbedienbar: NEIN
  • Baujahr: 1983 - 1984

Bemerkungen:


  • Kleiner niedlicher Vollverstärker mit dem für dieser Zeit TECHNICS-Typischen Knebelumschaltknöpfen, der an sich alles kann was man zum "Normal"-hören braucht. Es gab ihn in silber (gefällt mir am besten!) und in braun (oder Technics-braun ? wie auch immer sich die Farbe bezeichnet;) )

Infos:


  • Leider ein typisches Beispiel für "Heatpipe-Katastrophe". Anfang der 80er kam bei einigen Herstellern die Idee auf, das Heatpipes als Kühlung der Endstufen eine gute Sache wäre. Die Idee dabei ist, das sich in dem flüssigkeitgefüllten Röhrchen, die Flüssigkeit erwärmt, im Röhrchen nach oben steigt und zu den Kühlrippen fliesst, abkühlt und unten wieder zurückläuft. Die Idee war an sich gut, aber für Endstufen absolut nicht geeignet, denn die zurückfließende kühlere Flüssigkeit "kühlt" an sich nur die ersten (den esten) Endstufentransistor, der nächste wird schon nicht mehr mit gleicher Kühlung "gespeisst" und so weiter... Somit werden die Transistoren thermisch unterschiedlich belastet. Was solange gut geht, solange ich keine Party mit Lautstärke-Vollanschlag mache. D.h. die einzelnen Betriebsparameter sind unterschiedlich und da macht es auch keinen Zopf, die Endstufe in Class A zu betreiben, das ist eher, durch die gesteigerte Wärmeentwicklung kontraproduktiv

    Diese Idee hat man nicht nur in Technics eingebaut sondern auch in die Monster von LUXMAN und auch in KENWOOD. Ausnahmslos alle Endstufen die eine solche "Kühlkonstruktion" verbaut hatten, litten an schnellem Tod der Endstufen. Zum Glück (leider viel zu spät, hat man das erkannt und nachfolgende Geräteserien wieder mit einem anständigen Kühlkörper ausgestattet.

    Das zweite Problem bei diesen Geräten, waren die "Lautsprecher-Anschlußknebel" welche nun mit der Zeit sich immer schlechter auf/zudrehen lassen, spröde geworden sind und auf-/abplatzen. Nun ja, diese Knebel in gleicher oder ähnlicher Form wurden zu dieser Zeit auch bei vielen anderen Herstellern verwendet, alle kämpfen heute mit dem gleichen Problem. Für uns kein Problem, wir bauen wenn gewünscht eigenangefertigte Lautsprecheranschlüsse ein, welche mit Büschelsteckern oder mit Kabelendenklemmen zu kontaktieren sind.

Wissenswertes:


  • Der kleine 505er ist in Zimmerlautstärke sehr präziese aber wenn man einmal seine Lieblingsmusik etwas aufdreht, wird der Sound schnell zum "Matsch". Auch wenn das Gerät 60W liefern kann, heißt das nicht, das es in höherer Leistungsabgabe ein Vergnügen bleibt.