Technics SP-10MK II

Arbeiten die wir an diesen Geräten gemacht haben:

  • Bremsplunger repariert
  • Schieber repariert
  • Steuerplatte repariert
  • Netzteil repariert
  • Motorlager überholt
  • Tellerspiegel ersetzt
  • Tastaturmechanik repariert /gangbar gemacht
  • Bremse eingestellt

Spezifikationen:

  • Gerätetype: Plattenspielerlaufwerk
  • Antrieb: Direkt
  • Drehzahlbereiche 33 1/3, 45, 78 U/Min
  • Quarzregelung: ja
  • Baujahr: 1975 - ?

Bemerkungen:

  •  

    Extrem teuer gehandelter schwerer Direktdreher (Laufwerk).In Technics typischer super Qualität. Das würde auch so bleiben, wenn man ihn pflegt und nicht "dranrumbohrt !"

    Wir haben die eigentlich silbernen Laufwerke schon in allen Farben zur Restauration bekommen, "Schwarz-matt", "Porsche-rot (ja, rot :( )" und meine Favoriten waren: "Grau-Hammerschlag" und "Perlmut-weis" (mit mehreren Schichten Klarlack (Wahnsinn!)

     

  •  

    Was mir in der ganzen Zeit die wir diese Laufwerke machen aufgefallen ist, ist das es wohl bei der Produktion der Platinen einen Sprung ins Negative gemacht haben muß denn die nach Seriennummer älteren Laufwerke hatten sehr präziese bestückte Bauteile, bei den Späteren, hat sich wohl die Bestückungsfirma oder der Bestücker geändert, der irgendwie keine Lust mehr hatte. Zusätzlich sieht man das auch an den Widerständen welche von unterschiedlichen Herstellern gekommen sein mußten??

     

Infos:

  •  

    Der SP-10MKII war ein reines Laufwerk es gab diesen auch als kompletten Dreher hieß dann SL-1000MKII. Die Zarge SH10B3 war dann noch mit einem Arm EPA-100 bestückt.Zusätzlich konnte man die Kabelfernbedienung SH10R noch dazukaufen. Komplett hatten wir den noch nie da, leider.

     

 

Wissenswertes:


  • Man hört und liest immerwieder von "Höhenschlag" des Tellers etc. Das resultiert aber nicht aus Produktionsfehlern denn im Urzustand, hatte er das nicht. Die Probleme rühren eher vom "BastelWastel" und oder vom ungesichterten Transport des Laufwerkes/des Tellers. Daher (und gerade weil er so teuer gehandelt wird), beim Gebrauchtkauf unbedingt auf folgende Dinge achten:

    1.Höhenschlag/Seitenschlag -> Teller sitzt nicht richtig auf der Glocke und/oder Achse in der Glocke verbogen oder sitzt schräg, Achsloch am Teller hat zu viel Spiel, am schlimmsten: Lagerhülse ist ausgeschlagen und oder Achse ist schon "eingefressen" (Die Achse ist empfindlich denn sie ist weicher als zB beim 1210er!!!

    2. Auf die Tellerschrauben achten, sind sie noch original und unbeschädigt/verkratzt?

    3. Sitzt der Teller noch in Originalhöhe oder "ersäuft" er schon im Chassis? (Totgedreht!)

    4. Läuft die Bremse noch gleichmäßig, d.h. beim STOP macht es während die Bremse anschlägt ein leises kontinuierliches Geräusch oder ist das in Abhängigkeit der Tellerposition unterbrochen.
    Das Wichtigste ist also zuerst einmal: Hinfahren und probieren, nicht schicken lassen!!!!

    Also, trifft Punkt 1 zu: lass ihn gehen!
    Punkt 2:(Punkt 1/4 OK) Kein Problem.
    Punkt 3: (Punkt 1/4 OK!) Auch kein Problem, es gibt die beschädigten Lagerspiegel zwar als Nachproduktion nachzukaufen, aber die Qualität hat mich nicht überzeugt, daher fertigen wir die Lagerspiegel inzwischen selbst an.
    Punkt 4: Finger weg! Lagerhülse/Lager sind mit Sicherheit platt. Das ist zZ nicht mehr reparabel!

Nachtrag:


  • Eines der Geräte die uns ein Kunde zum überholen gebracht hatte, hatte statt der originalen Schlitzschrauben mit Hals, zermurkste Baumarktkreuzschrauben mit Unterlegscheiben für Senkschrauben (für Möbel?). Sehr traurig! Da es diese speziellen Schrauben nicht mehr gibt, haben wir uns Schlitz-Schrauben mit dem breitesten Kopf besorgt, diesen "Kopf" flach abgedreht dann einen passenden "Teller" aus Alu gedreht. Ich wollte dann die Hülse auch aus Alu drehen, das habe ich aber sein lassen und statdessen die Hülse aus Kunststoff gedreht, das hat den Vorteil das die Grenzfrequenz vom Kunststoff wesentlich tiefer als bei Alu ist und beim festschrauben des Tellers auf die Glocke, dieser Kunststoff etwas nachgiebt und somit nicht das Schraubloch an der Glocke mit hochzieht und damit ggf ein Höhenschlag "eingebaut" wird.